Räuber, Halunken, Stroatekehrer Drucken

Westf Hansetag 2018

Foto (von links nach rechts): Maria Wrobel, Christiane Tlatlik, Katrin Jubitz

Unter diesem Motto stand der historische Korn- und Hansemarkt in Haselünne, von dem eine Delegation der Kamener Gästeführer-Gilde am vergangenen Sonntagabend wohlbehalten nach Kamen zurückgekehrt ist. Die älteste Stadt des Emslandes feierte parallel zum Korn- und Hansemarkt in diesem Jahr erstmals in ihrer Geschichte auch den diesjährigen Westfälischen Hansetag. Die Gästeführer-Gilde und damit auch die Stadt Kamen dort zu repräsentieren, war das Ziel und die Aufgabe von Christiane Tlatlik und Maria Wrobel.

Die beiden Damen waren beeindruckt von den Akteuren in historischen Gewändern - zu denen sie auch gehörten - die als Mägde, Junker, Bänkelsänger, Narren und Gaukler, den Hansetag am Freitag Abend mit einem imposanten mittelalterlichen Festumzug eröffneten. Auch an den beiden folgenden Tagen sorgten etliche Gaukler, Akrobaten, Märchenerzähler, Feuerspucker und Stelzenläufer neben den Musik- und Tanzgruppen für ein buntes, fröhliches Volksfest für alle Generationen.   

In Haselünne im Einsatz war zudem die Kulturchefin des Rathauses, Katrin Jubitz. Sie nahm an der Delegiertenkonferenz des Hansetages teil. Dort stehen zwei Arbeitskreise im Mittelpunkt: der historische und der für Öffentlichkeitsarbeit. Da geht es vor allem darum, Kontakte zu pflegen und Ideen weiterzuentwickeln. War die mittelalterliche Hanse ursprünglich ein Schutzbund der Kaufleute, so stehen heute touristische Impulse im Vordergrund.  

Die Ausrichtung eines Hansetages ist begehrt. In diesem Jahr wurde schon über die Ausrichtung des Hansetages im Jahr 2043! gesprochen. Im nächsten Jahr steht aber erst einmal der 36. Westfälische Hansetag in Warendorf auf dem Programm. Auch dort werden sich die Gästeführer-Gilde und die Stadt Kamen wieder präsentieren, denn vor Räubern, Halunken und Stroatekehrern - das waren im Mittelalter alle die undurchsichtigen Gestalten, denen man zu später Stunde besser aus dem Weg ging - musste sich in Haselünne niemand fürchten und das wird sicher auch in Warendorf so sein.

Ein Beitrag von Jürgen Dupke

 

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